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Vom Bild zum Bau durch die Geschichte

Schon immer war es notwendig, geplante Gebäude so darzustellen, dass fachfremde Menschen wie Bauherren, Beamte, Investoren oder Nachbarn sehen, verstehen und sich dadurch in die Planungen einbringen können.

Sand-Skizzen und Gipsabdrücke

baumeister-mittelalter

Schon vor der Erfindung von Papier oder Computer visualisierten die Baumeister Schlossanlagen, Burgen, Stallungen, Straßen oder Hütten, damit Bau und Kommunikation reibungslos verliefen: In glatt gestrichene Sandflächen oder direkt auf den staubigen Boden zeichneten sie ihre Pläne, um Missverständnissen vorzubeugen; später wurden dann Gipsabgüsse der Zeichnungen erstellt, um sie haltbar zu machen – Architektur-Visualisierung ist also schon Jahrtausende alt!

Papyrus und Papier machten die Architekturzeichnung und -skizze einfacher, schneller und vor allem haltbarer: Mit diesen Techniken ließen sich relativ einfach viele verschiedene Planungskonzepte und Entwurfsideen visualisieren und mit den Bauherren diskutieren. An oft sehr gut erhaltenen Pläne und Visualisierungen aus diesen Jahrhunderten analysieren und studieren heutige Historiker sehr detailliert die Arbeitsweisen und Bautechniken vergangener Zeiten.

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renaissanceDie Geburt der grafischen Aufwertung

Besonders findige Baumeister stellten eigens Maler und Grafiker ein, die ihre besten Visualisierungen grafisch aufwerteten: Die damals kostspieligen Farben und Zeichentechniken begeisterten den einen oder anderen König, Bischof oder Gutsbesitzer für einen Neubau oder eine bauliche Erweiterung: Es lohnte wirtschaftlich, Illusionen sichtbar zu machen.

Während der Industrierevolution verlor die Architektur-Darstellung an Glanz durch die massenhafte Gleichschaltung von Bauzeichnern, die in großen Räumen Tisch an Tisch mit Bleistift und Tusche die neuen Hochhäuser, Industrieanlagen und Stadtplanungen visualisierten: Die Kunst wurde entzaubert, die Kreativität verebbte. An Bedeutung verlor die Darstellung von Gebäuden durch optisch aufbereitete Zeichnungen und Malereien dennoch nicht: Besonders die großen Architekten der Moderne wie Le Corbusier, Mies van der Rohe oder Frank Lloyd Wright haben mit ihren künstlerischen Architekturzeichnungen ihre Zeit geprägt und nachfolgende Generationen diese wichtige Kommunikationshilfe entdecken lassen.

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visualisierungDer Realität zum Verwechseln ähnlich

Mit Erfindung und Einsatz des Plotters und später des Computers in den Planungsbüros zeigten sich immer neue Möglichkeiten dieser Kunstform: Erst in den letzten 10 bis 15 Jahren gelang es, anhand von CAD- und Visualisierungs-Programmen Bilder zu erschaffen, die wie eine Fotografie der Wirklichkeit entspringen zu scheinen.

Heute ist eine fotorealistische Architektur-Visualisierung ein ganz selbstverständlicher Bestandteil jeder Bauaufgabe. Sie hilft bei der Akzeptanz von Großprojekten, bei der Entscheidung über Sieg und Niederlage bei Architektur-Wettbewerben und zeigt fotorealistische Referenzen auch nichtgebauter Projekte von renommierten Architekturbüros und Projektentwicklungsgesellschaften.

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